„Retrofit“ - warum nicht?

Der Begriff „Retrofit“ steht allgemein für Umrüsten, Nachrüsten, Modernisierung. Was spricht dagegen, wenn man  seinen Modellbahnbestand auch mal unter diesem Aspekt betrachtet.

 

Modelle technisch aufzuwerten fängt doch schon damit an, dass die alte „Lieblings-Lok“ oder ein Triebwagen mit einem Decoder ausgestattet werden, damit sie auf der inzwischen digitalisierten Anlage ebenbürtig neben den neuesten Modellen bestehen können. Doch der Decoder ist nicht alles.

 

In den meisten Fällen werden in älteren Fahrzeugen noch Glühlämpchen für Lichtwechsel und Innenbeleuchtung verwendet, die nach der Umrüstung viel zu Hell strahlen, enorme Hitze verursachen und nicht lange durchhalten. Eine Nachrüstung mit geeigneten Glühlämpchen für den Digitalbetrieb folgt zwangsläufig.

 

Danach hat das alte Fahrzeug zwar einen Decoder und schaltbares Wechsellicht, aber die Lichtfarbe wirkt immer noch altbacken.

 

Eine konsequente Modernisierung ist aber erst dann erreicht, wenn die Glüh-lämpchen gegen LED getauscht werden, mit denen sogar die Lichtfarbe einzelner Baureihen simuliert werden kann. Von gelblich bis bläulich-weiß ist alles drin.

 

Natürlich eignet sich „Retrofit“ auch für den Analogbetrieb!

 

Das Thema Antrieb lassen wir dabei mal außen vor, weil der Aufwand dafür sehr hoch und kostspielig werden kann, und dann weit über dem Zeitwert liegt. Es sei denn, man besitzt eine erstklassig erhaltene Rarität und die Hobby-Schatulle erlaubt einen tiefen Griff.

 

Die Modernisierung des Lichtwechsels bei Loks und Innenlicht bei Reisezugwagen ist aber durchaus lohnend. Denn schon bei geringster Fahrspannung, etwa ab 3 Volt, leuchten die LED hell und über den gesamten analogen Regelbereich des Trafos annähernd konstant. An einem langsam fahrenden Zug mit sichtbar erleuchteten Waggons kann man sich dann auch bei Tageslicht erfreuen.

Das Innenlicht-Ambiente kann dabei epochengerecht dem Wagentyp angepasst werden.

 

Retrofit bedeutet also auch hier neue Technologie für ältere Modelle, helles Licht, und keine Verformungen durch erhöhte Wärmebildung.

 

Bei einigen D- und E-Lokomotiven verschiedener Hersteller lässt sich sogar ein weiß-roter Lichtwechsel realisieren. Das muss aber im Einzelfall geprüft werden, denn häufig sind die vorhandenen Lichtverteiler durch Alterung trüb und verfärbt. Man kann sie natürlich durch neue ersetzen, wenn sie beim Hersteller noch verfügbar sind.

 

Bei den in der Fotogalerie abgebildeten Lokomotiven mit LED-Spitzenlicht handelt es sich sowohl um bespielte Loks, als auch um Vitrinen-Modelle, die als Auftragsarbeit für Modellbahnfreunde modifiziert wurden.

 

Speziell für Liebhaber

 

individuell angepasst

 

epochengerecht abgestimmt

 

stimmiges Ambiente

 

analog oder digital

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deshalb Handarbeit!

 

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© Horst Kruppa, Stand: 07/2020
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